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Heilpädagogisches Voltigieren

Text aus Homepage des Österreichischen Kuratoriums für therapeutisches Voltigieren und Reiten

 

Beim Heilpädagogischen Voltigieren und Reiten handelt es sich um eine ressourcenorientierte Förderung und ein prozessorientiertes Begleiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Hilfe eines Therapiepferdes. Abgestimmt auf die Bedürfnisse, Ressourcen und Fähigkeiten des Klienten werden psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und soziointegrative Maßnahmen mit Hilfe des Pferdes umgesetzt.
Bei dieser ganzheitlichen Therapieform wird eine positive Beeinflussung des Befindens, des Sozialverhaltens und der Persönlichkeitsentwicklung angestrebt. Das Bewegt- und Getragenwerden auf dem Pferderücken und die Gestaltung der Beziehung zum Therapiepferd und zum Therapeuten unterstützen die Klienten in der Auseinandersetzung mit ihren individuellen Schwierigkeiten. 
 

Das Therapiepferd

 "Das Pferd akzeptiert den Menschen so wie er ist und reagiert authentisch!"

Als Therapiepferde eignen sich Pferde, die ein ruhiges Wesen haben und interessiert daran sind, mit Menschen in Kontakt zu treten. Ein Therapiepferd kann nur dann seine Aufgaben als solches erfüllen, wenn es körperlich und psychisch gesund und ausgewachsen ist.
Es wird in seiner Ausbildung auf seinen Aufgabenbereich sorgfältig vorbereitet, verfügt über eine solide Grunderziehung und wird gezielt in seiner Persönlichkeit gefördert. 
Die Gesundheit des Pferdes, sowohl körperlich als auch psychisch, ist abhängig vom Leben in Gruppen mit Artgenossen und einem Menschen, der es verantwortungsvoll versorgt.

 

Durchführung

Heilpädagogisches Voltigieren und Reiten darf nur von Personen durchgeführt werden, die über eine abgeschlossene Ausbildung des Kuratoriums für Therapeutisches Reiten verfügen. HPV/R kann je nach Bedarf und Beeinträchtigung des Klienten in Form von Einzelarbeit (ca. 1/2 Std.) oder Gruppenvoltigieren (ca. 1 Std.) durchgeführt werden. Die ideale Größe einer Gruppe beträgt 4-6 Kinder. 

 

Zielgruppen

Heilpädagogisches Voltigieren und Reiten richtet sich speziell nach den individuellen Bedürfnissen der Klienten. Als ganzheitliche Therapieform umfasst sie ein breites Spektrum an Indikationen:

Verhaltensauffälligkeiten

Geistiger Behinderung

Sinnesbehinderung

Teilleistungs- und Lernschwächen

Wahrnehmungs- und Sprachstörungen

Probleme im emotionalen und sozialen Bereich

Psychiatrische Erkrankungen